Vielfältige künstlerische Arbeiten und Klangexperimente

Neues Hören
Susanne Fröhlich schafft Klangräume und Formate, in denen Zuhören nicht nur passiv geschieht, sondern zu einer aktiven Erfahrung wird. Hier wird Klang erlebbar, transformativ und öffnet neue Perspektiven auf Musik und Kunst.
Blockflöte als Instrument und performatives Klanglabor
Die Blockflöte wird als lebendiger Klangkörper und experimentelles Klanglabor eingesetzt, das leise, radikale und fragil-körperliche Klänge hervorbringt. Susanne Fröhlich erschafft so virtuelle Klangräume, in denen Zuhörer neue akustische Erfahrungen machen.


Das neue Potential
Die Blockflöte ist seit dem 14. Jahrhundert einem stetigen Wandel unterworfen und hat sich immer wieder neu mit den musikalischen Ausdrucksformen ihrer Zeit verbunden. Meine Arbeit richtet den Blick auf zeitgenössische Blockflötenmodelle und ihr Potenzial für die Musik des 21. Jahrhunderts.
Im Zentrum steht der von Maarten Helder entwickelte Tenor: ein Instrument mit erweitertem Tonumfang, vielfältigen Klangfarben und differenzierten dynamischen Möglichkeiten. Ich erforsche, wie solche Instrumente neue Spieltechniken, Klangräume und Ausdrucksformen eröffnen und die zeitgenössische Spielpraxis der Blockflöte weiterentwickeln können.
Ein weitgehend unerforschtes Feld – mit viel Raum für neue Klänge und musikalische Möglichkeiten.
Klangpraxis
Klänge begleiten den Menschen seit jeher. Sie prägen Rituale, spirituelle Traditionen und Kulturen auf der ganzen Welt. Über Generationen hinweg wurden sie genutzt, um Aufmerksamkeit zu bündeln, innere Ruhe zu fördern und Räume für Kontemplation zu schaffen.
Klangmeditation und Klangmassage knüpfen an diese lange Tradition an. Im Mittelpunkt stehen die feinen Schwingungen tibetischer Klangschalen, deren vielschichtige Obertöne eine dichte und zugleich meditative Klanglandschaft entstehen lassen. Sie laden dazu ein, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und sich ganz auf das Hören einzulassen und in einen Zustand tiefster Entspannung zu gelangen.


Marc Sinan Company
Die Marc Sinan Company bewegt sich an den Schnittstellen von Musik, Erinnerung, Medien und kultureller Vielfalt. Ihre vielfach ausgezeichneten Produktionen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Kulturen und künstlerische Sprachen aufeinandertreffen.
Seit 2008 entwickelt die in Berlin ansässige Company Projekte, die sich mit gesellschaftlichen Fragen und Formen kollektiven Erinnerns auseinandersetzen. Neue Technologien und transkulturelle Perspektiven werden dabei zu künstlerischen Werkzeugen, um Grenzen zu hinterfragen und neue Räume des Erlebens zu öffnen.
SPAT Kollektiv
Susanne Fröhlich und Gerriet Krishna Sharma begegneten sich 2016 während ihrer künstlerisch-wissenschaftlichen Doktoratsstudien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Ihre gemeinsame Arbeit verbindet zwei außergewöhnliche Instrumente: moderne Blockflötenentwicklungen und den Ikosaeder-Lautsprecher (IKO).
In ihrem ersten Projekt Semaphor erforschten sie im Dialog das Wahrnehmungs- und Klangspektrum dieser Instrumente und eröffneten neue Räume für räumliche Klangkomposition.
Mit Interspecies – Präsenzen unwahrscheinlicher Raum-Zeit-Funktionen führen sie diese Forschung weiter. In performativen Installationen begegnen sich Klang, Architektur und Körper und schaffen fragile Verbindungen zwischen realen und imaginierten Räumen.

FEST:Spiele Oberschwaben
Das brandneue Festival für aktuelle Musik im Herzen Baden-Württembergs präsentiert vom 6.-8.11.26 zum zweiten Mal in Folge ein einzigartiges Programm aus zeitgenössischer Musik, improvisierter Musik, experimentellem Jazz und unerhörten Klängen.
Die FEST:Spiele Oberschwaben sind jedoch nicht nur Musikfestival, sondern ein Happening: Von Beginn an treten die Künstler:innen mit dem Publikum in einen Austausch über das Gehörte und das zu Erwartende. Gemeinsam werden neue, interaktive Formate entwickelt und präsentiert.

Trickster Orchestra
Das Trickster Orchestra ist ein musikalisches Kollektiv, in dem unterschiedlichste Traditionen, Genres und Stimmen aufeinandertreffen – von Neuer und elektronischer Musik über Jazz und Alte Musik bis hin zu globalen klassischen Musiktraditionen, Weird Pop und freier Improvisation.
Dabei geht es nicht um ein bloßes Nebeneinander, sondern um ein gemeinsames Erfinden. Aus der radikalen Vielfalt seiner Musiker:innen und ihrer musikalischen Sprachen entwickelt das Ensemble eine neue, zeitgenössische Form des Zusammenspiels – offen, gleichberechtigt und jenseits kultureller und stilistischer Grenzen.
